Heiligenbeil

- ein Landreis im westlichen Ostpreußen

Der Landreis Heiligenbeil befand sich im westlichen Teil Ostpreußens. Der Landkreis bestand in den Jahren zwischen 1818 und 1945. Einen Teil der Gesamtfläche nahm der Hafen ein.

Mamonowo in Kaliningrad

Das heutige Mamonowo, was zu Deutsch soviel wie Heiligenbeil heißt, ist eine Stadt in Kaliningrad. Ehemals gehörte dieses Gebiet zu Ostpreußen. Bis zum Jahr 1945 hatte die Kreisstadt gut zwölftausend Einwohner. Im Krieg wurde die Innenstadt vollständig zerstört.

Heiligenbeil im 2. Weltkrieg

Die Stadt Heiligenbeil wurde im Jahr 1301 gegründet, erhielt ihren Namen aber erst im Jahr 1344. Von den rund fünfzigtausend Einwohnern des Kreises Heiligenbeil wurden während des Dritten Reichs mehr als zwanzig Prozent durch Krieg, Vertreibung, Flucht, Krankheiten oder unmenschliche Behandlungen vernichtet. Nach Kriegsende und der Besatzung durch sowjetische Truppen wurde Ostpreußen aufgeteilt. Die so genannte Demarkationslinie war die Grenz zwischen Polen und der Sowjetunion. Die Stadt Heiligenbeil sowie auch viele Nachbarorte wurden im Jahr 1945 fast vollständig zerstört. Die Stadt Heiligenbeil selbst, die heute nach einem sowjetischen General benannt ist, hat überlebt. Es leben heute rund neuntausend Menschen wieder in diesem Ort. Die Stadt liegt heute nordwestlich der alten Lage. Die Altstadt ist heute Brachgelände. Straßenzüge und Fundamente sind allerdings noch zu erkennen. Auch Teile der ehemaligen evangelischen Kirche sind noch erhalten. Es wurden in den 1960er Jahren Wohnblocks auf dem ehemaligen Gelände der Altstadt errichtet. Andere Gebiete in der Nachbarschaft sind völlig unbedeutend geworden. Südlich des alten Stadtgebietes befindet sich heute ein Soldatenfriedhof. Er wurde wieder hergestellt und im Jahr 2002 neu eingeweiht. Hier sind rund viertausendsiebenhundert gefallene Soldaten begraben.

Zeichnung

Heiligenbeil Dias Bild zeigt eine historische Zeichnung der Stadt Heiligenbeil aus dem 17. Jahrhundert.

Die ostpreußische Stadt Heiligenbeil ist im Eigentlichen nicht mehr vorhanden. Sie wurde im 2. Weltkrieg zerstört. Das Gebiet zählt heute zu Russland und nennt sich Mamonowo.